Ursprung - John "Tschönu" Schmocker

Als Hans-Kaspar Schmocker kommt er 1941 auf die Welt. Der Name Hans komme von seinem Vater, der lange Zeit Schulmeister von Gmünden und Langnau war. Kaspar heiße er nach einem Urgrossvater, erzählt er mir zum Anfang des Gesprächs. Um Vater und Sohn zu unterscheiden habe man ihm in der Familie einfach John gerufen. Das habe sich so durchgesetzt. In Bern wird der pensionierte Pfarrer Tschönu genannt. Als Theologiestudent zog es den gebürtigen Emmentaler in die Stadt Bern. Wo er seit den frühen 1970er-Jahren in einer Wohngemeinschaft zusammen mit acht Mitbewohner lebt. 

Die WG in der Berner Brunngasse - eine Klingel für viele Menschen
Die WG in der Berner Brunngasse - eine Klingel für viele Menschen

Der pensionierte Pfarrer und Lehrer ist bekennender 68er. Die Wohnform der Wohngemeinschaft sieht er als eine der vielen Errungenschaften dieser Bewegung. Als er sich in den frühen 1970er-Jahre auf die Suche macht nach einem Haus in der Berner Altstadt, wird er in der Brunngasse fündig. Der junge Tschönu kauft das alte und Sanierungsbedürftige Haus für rund 400`` 000.- Franken und macht sich an die Renovierungsarbeiten.

Tschönu Schmocker sieht viele Vorteile im Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft. Das Teilen steht dabei immer im Vordergrund. Dabei geht es jedoch nicht nur um Materielles, sondern auch um Wissen oder Können. Im Hörstück erzählt der bekennende 68er von der Zeit in der die Wohngemeinschaften ihren Ursprung finden.